Ohrenentzündungen bei Katzen: Ein umfassender Leitfaden zu Ursachen, Behandlung und Vorbeugung für 2026
Lernen Sie, schmerzhafte Ohrenentzündungen bei Ihrer Katze zu erkennen, zu behandeln und zu verhindern. Unser Expertenratgeber behandelt Symptome, tierärztliche Versorgung und wirksame Strategien für die häusliche Pflege.
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Ohrenentzündungen bei Katzen: Ein umfassender Leitfaden zu Ursachen, Behandlung und Vorbeugung für 2026
Ohrenentzündungen (Otitis) sind eine häufige Ursache für erhebliche Beschwerden bei Katzen. Wenngleich sie seltener auftreten als bei Hunden, deuten feline Ohrenentzündungen oft auf zugrundeliegende Gesundheitsprobleme hin, die eine genaue Diagnose und gezielte Behandlung erfordern. Dieser umfassende Leitfaden bietet alles, was Sie wissen müssen, um Ohrenentzündungen bei Ihrem tierischen Gefährten zu erkennen, zu behandeln und vorzubeugen.
Die Anatomie des Katzenohrs verstehen
Äußeres Ohr (Ohrmuschel und Gehörgang)
Ohrmuschel (Pinna): Der sichtbare, äußere Ohrlappen.
Äußerer Gehörgang: Ein L-förmiger Kanal, der zum Trommelfell führt und die inneren Strukturen schützt.
Ceruminaldrüsen: Produzieren Ohrenschmalz (Cerumen), um Schmutzpartikel einzufangen.
Mittelohr
Liegt direkt hinter dem Trommelfell (Membrana tympanica).
Enthält kleine Knöchelchen (Ossikel), die für das Hören entscheidend sind.
Über die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) mit dem Rachen verbunden, was den Druckausgleich unterstützt.
Innenohr
Beherbergt die Cochlea (für das Hören) und das Vestibularsystem (für den Gleichgewichtssinn).
Infektionen hier können das Hörvermögen, die Koordination und das Gleichgewicht erheblich beeinträchtigen.
Arten von Ohrenentzündungen bei Katzen
Otitis Externa (Entzündung des äußeren Gehörgangs)
Tags
KatzenohrentzündungOtitis bei KatzenOhrmilbenKatzenohrreinigungKatzengesundheitKatzenallergien
Die häufigste Art
Primäre Ursachen:
Ohrmilben (besonders häufig bei Kätzchen und Freigängerkatzen)
Bakterielle Infektionen
Hefepilz-Überwuchs (Malassezia)
Allergien (Futtermittel oder Umwelt)
Fremdkörper (z.B. Grashalme/Samen)
Polypen oder Tumore
Wesentliche Merkmale:
Betrifft den Gehörgang und die Ohrmuschel.
Zeigt sich oft mit sichtbarem Ausfluss, Rötung und Geruch.
Spricht in der Regel gut auf topische Behandlungen an, wenn früh diagnostiziert.
Otitis Media (Mittelohrentzündung)
Ein ernsterer Zustand
Primäre Ursachen:
Ausbreitung einer unbehandelten äußeren Ohrenentzündung.
Ausdehnung einer Infektion der oberen Atemwege.
Wanderung von Fremdkörpern.
Polypen, die sich in den Mittelohrraum erstrecken.
Wesentliche Merkmale:
Kann wenige äußere Anzeichen zeigen, was die Diagnose erschwert.
Kann das Gleichgewicht beeinträchtigen und Schmerzen verursachen.
Erfordert systemische (orale) Behandlung und manchmal eine Operation.
Otitis Interna (Innenohrentzündung)
Die schwerwiegendste Art
Primäre Ursachen:
Ausdehnung einer schweren Mittelohrentzündung.
Systemische bakterielle oder virale Infektion.
Trauma an Kopf oder Ohr.
Wesentliche Merkmale:
Beeinträchtigt direkt das Hörvermögen und den Gleichgewichtssinn.
Symptome umfassen Kopfneigung, Kreislaufen, Umfallen und Nystagmus (unwillkürliches Augenzucken).
Kombinations-Ohrentropfen: Enthalten oft ein Antibiotikum, ein Antimykotikum und ein Steroid (z.B. Otomax, Mometamax, Posatex). Werden 1-2 mal täglich wie verordnet angewendet.
3. Orale/Systemische Medikamente
Erforderlich bei Mittel-/Innenohr- oder resistenten Infektionen
Orale Antimykotika: Itraconazol bei schweren Hefepilzinfektionen.
Orale Steroide: Prednisolon zur Reduzierung schwerer Entzündungen und Schwellungen.
4. Behandlung spezifischer Ursachen
Ohrmilben: Einzeldosis-topische Parasitizide (Revolution) oder 7-10-tägige Ohrentropfenkurse.
Fremdkörper: Entfernung unter Sedierung, gefolgt von Medikation.
Polypen/Tumore: Chirurgischer Eingriff, der heilend sein kann.
Die Kosten der Behandlung verstehen
Erster Besuch & Grundbehandlung
Leistung
Typische Kostenspanne
Tierärztliche Untersuchung
100 - 200 €
Ohrzytologie
30 - 60 €
Professionelle Ohrreinigung
30 - 50 €
Erste Medikamente
30 - 100 €
Geschätzte Gesamtsumme
190 - 410 €
Chronische oder komplexe Fälle
Leistung
Typische Kostenspanne
Kultur & Resistenztest
100 - 200 €
Schädel-Röntgen
150 - 300 €
CT-Scan
800 - 1.500 €
Polypenentfernungs-OP
800 - 2.000 €
Tumor-Entfernung & Biopsie
1.000 - 3.000 €+
Hinweis: Die Langzeitbehandlung chronischer Allergien oder Infektionen kann 500-2.000 €+ pro Jahr kosten. Eine Tierkrankenversicherung wird für solche Erkrankungen dringend empfohlen.
Proaktive Vorbeugungsstrategien
1. Regelmäßige Ohrpflege
Wöchentliche Hauskontrollen: Achten Sie auf Rötungen, Ausfluss oder Geruch. Gesunde Ohren haben minimales Wachs und keinen Geruch.
Sanfter Reinigungsplan:
Gesunde Katzen: Alle 2-4 Wochen reinigen.
Allergie-anfällige Katzen: Wöchentlich oder nach tierärztlicher Anweisung reinigen.
Ohren nach dem Baden immer gründlich trocknen.
2. Konsequente Parasitenprophylaxe
Verwenden Sie ganzjährig tierärztlich empfohlene Breitbandprodukte (z.B. Revolution Plus, Bravecto).
Bei allen Katzen im Haushalt anwenden, um Milbenübertragung zu verhindern.
3. Effektives Allergiemanagement
Arbeiten Sie mit Ihrem Tierarzt zusammen, um Auslöser zu identifizieren (Ausschlussdiäten, Umweltallergietests).
Setzen Sie Strategien wie hypoallergene Diäten, HEPA-Filter und regelmäßige Reinigung um.
Verwenden Sie vorbeugende Ohrreiniger während der Allergiesaison.
4. Umwelt- & Lebensstilkontrolle
Minimieren Sie Ohrfeuchtigkeit. Vermeiden Sie unnötiges Baden und verhindern Sie Schwimmen, wenn Ihre Katze zu Infektionen neigt.
Reduzieren Sie Stress, der Entzündungen verschlimmern kann, durch Bereicherung, Routinen und Produkte wie Feliway.
Besondere Überlegungen
Chronische Ohrenentzündungen
Definiert als Infektionen, die länger als 3 Monate andauern oder mehr als 3 Mal pro Jahr wiederkehren. Eine gründliche Abklärung ist unerlässlich:
Erweiterte Diagnostik (Kultur, Bildgebung).
Umfassende Allergieuntersuchung.
Screening auf systemische Erkrankungen (z.B. FeLV, FIV, Diabetes).
Infektionen bei besonderen Populationen
Kätzchen: Hauptsächlich Ohrmilben; behandeln Sie den gesamten Wurf und die Mutterkatze.
Seniorkatzen: Höherer Verdacht auf Tumore oder Polypen; er
tierärztliche Versorgung
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