Katzendurchfall: Ein umfassender Leitfaden 2026 zu Ursachen, Behandlung & wann man sich Sorgen machen sollte
Ein umfassender Leitfaden für Katzenbesitzer zur Identifizierung von Ursachen, zur sicheren häuslichen Pflege und zur Erkennung kritischer Anzeichen, die sofortige tierärztliche Aufmerksamkeit bei Katzendurchfall erfordern.
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Katzendurchfall: Ein umfassender Leitfaden 2026 zu Ursachen, Behandlung & wann man sich Sorgen machen sollte
Durchfall ist einer der häufigsten Gründe, warum Katzenbesitzer tierärztliche Hilfe suchen. Während gelegentlich loser Stuhl von selbst abklingen kann, können anhaltender oder schwerer Durchfall auf ernsthafte Gesundheitsprobleme hinweisen und zu gefährlicher Dehydrierung führen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Ursachen zu verstehen, Warnzeichen zu erkennen und fundierte Entscheidungen für die Gesundheit Ihrer Katze zu treffen.
Das Verdauungssystem der Katze verstehen
Normale Verdauungsfunktion
Das Verdauungssystem einer Katze verarbeitet Nahrung effizient in einer bestimmten Abfolge:
Magen: Mechanische und chemische Aufspaltung der Nahrung.
Dünndarm: Hauptort für die Nährstoffaufnahme.
Dickdarm: Absorbiert Wasser und formt den Kot.
Gesunder Katzenkot sollte sein:
Braun in der Farbe.
Fest und geformt, aber nicht hart.
Feucht, nicht wässrig oder trocken.
Ohne Anstrengung oder Unbehagen abgesetzt.
Durchfall bei Katzen definieren
Akuter Durchfall: Plötzliches Auftreten, dauert typischerweise weniger als 2-3 Wochen.
Chronischer Durchfall: Besteht länger als 3 Wochen.
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Intermittierender Durchfall: Episoden, die im Laufe der Zeit kommen und gehen.
Arten von Durchfall: Dünn- vs. Dickdarm
Die Identifizierung des Ursprungs hilft, die Ursache einzugrenzen.
Dünndarmdurchfall
Merkmale:
Große Kotmenge.
Die Häufigkeit kann gleich bleiben.
Oft verbunden mit Gewichtsverlust.
Kann unverdaute Nahrung enthalten.
Dunkler, teerartiger Kot weist auf verdautes Blut hin (Meläna).
Häufige Ursachen: Futterunverträglichkeit/-veränderung, exokrine Pankreasinsuffizienz, entzündliche Darmerkrankung (IBD), die den Dünndarm betrifft.
Dickdarmdurchfall
Merkmale:
Kleine Kotmenge.
Erhöhte Häufigkeit und Stuhldrang.
Pressen (Tenesmus) ist häufig.
Kann Schleim oder frisches, rotes Blut enthalten.
Häufige Ursachen: Kolitis, Stress, Parasiten wie Tritrichomonas oder IBD, die den Dickdarm betrifft.
Häufige Ursachen für Durchfall bei Katzen
Ernährungsbedingte Ursachen
Plötzliche Futterumstellung: Wechsel des Futters ohne allmähliche Umstellung, neue Leckerlis oder Aufnahme von verdorbenem Futter.
Futterunverträglichkeit: Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Milchprodukte (die meisten Katzen sind laktoseintolerant) oder fettreiche Nahrung.
Futtermittelallergie: Eine Immunreaktion auf Proteine; häufige Auslöser sind Rind, Milchprodukte, Fisch und Huhn.
Verdacht auf Verschlucken eines Fremdkörpers oder bekannten Giftstoffs.
Schwere Dehydrierung: Haut bleibt beim sanften Hochziehen "zeltförmig" stehen, eingefallene Augen, trockenes Zahnfleisch.
Ein Kätzchen mit schweren Symptomen jeglicher Art.
Hauspflege bei leichtem Durchfall
Wichtig: Versuchen Sie Hauspflege nur bei erwachsenen Katzen, die ansonsten munter, aufmerksam und fressend sind. Kätzchen, Seniorkatzen und Katzen mit anderen Symptomen benötigen tierärztliche Versorgung.
Diätetisches Management
Kurzes Futterentzug: Bei erwachsenen Katzen kann das Auslassen einer Mahlzeit (12-24 Stunden) in Betracht gezogen werden, während ständig Zugang zu frischem Wasser besteht. Dies ermöglicht dem Darm eine Ruhepause. Entziehen Sie Kätzchen niemals das Futter.
Einführung einer Schonkost:
Gekochtes, hautloses, ungewürztes Huhn oder mageres Putenhackfleisch.
Reiner, dosierter Kürbis (keine Kürbisfüllung).
Kommerzielle veterinärmedizinische Magen-Darm-Diäten (z.B. Hill's i/d, Royal Canin GI).
Allmähliche Umstellung: Füttern Sie 1-2 Tage lang kleine, häufige Mahlzeiten der Schonkost, mischen Sie dann über 3-5 Tage allmählich das normale Futter Ihrer Katze unter.
Flüssigkeitszufuhr und Unterstützung
Trinken fördern: Bieten Sie frisches Wasser an mehreren Stellen an, erwägen Sie einen Trinkbrunnen oder geben Sie Eiswürfel. Sie können einen Teelöffel natriumarme, zwiebelfreie Hühnerbrühe (mit Wasser verdünnt) anbieten.
Probiotika: Ergänzungsmittel wie FortiFlora oder Proviable können helfen, eine gesunde Darmflora wiederherzustellen. Über das Futter streuen.
Kürbis: 1-2 Teelöffel reiner, dosierter Kürbis können Ballaststoffe hinzufügen, die helfen, den Stuhl zu festigen.
Wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten
Vereinbaren Sie einen Termin, wenn Ihre Katze eines der Symptome "Ernsthafte Besorgnis" zeigt oder wenn leichter Durchfall länger als 24-48 Stunden anhält.
Der diagnostische Prozess
Ihr Tierarzt wird systematisch vorgehen:
Körperliche Untersuchung: Überprüft Temperatur, Hydratation, Bauchschmerzen und Allgemeinzustand.
Kotuntersuchung: Mikroskopische Analyse auf Parasiten, Bakterien und Blut.
Blutuntersuchung: Beurteilt die Organfunktion, prüft auf Infektionen, Entzündungen und Schilddrüsenwerte.
Bildgebung: Röntgen oder Ultraschall, um nach Obstruktionen, Massen oder Darmanomalien zu suchen.
Erweiterte Tests: Kot-PCR-Tests, GI-Panels oder Biopsien können bei chronischen Fällen notwendig sein.
Tierärztliche Behandlungsoptionen
Die Behandlung hängt vollständig von der zugrundeliegenden Diagnose ab.
Unterstützende Pflege: Flüssigkeitstherapie (unter die Haut oder intravenös) bei Dehydrierung, Medikamente gegen Übelkeit und Probiotika.
Spezifische Medikamente:
Antibiotika/Antiparasitika: Bei bakteriellen oder parasitären Infektionen (z.B. Metronidazol, Fenbendazol).
Entzündungshemmer: Steroide wie Prednisolon bei IBD.
Spezialdiäten: Hydrolysierte oder Diäten mit neuartigen Proteinen auf Rezept für Allergien oder IBD.
Andere: Thiamazol bei Hyperthyreose, Chemotherapie bei Lymphomen.
Untersuchung, Blutuntersuchung, Bildgebung (Röntgen/Ultraschall), spezielle Tests, Biopsien und Erstbehandlung.
Chronische Erkrankungen managen
Erkrankungen wie entzündliche Darmerkrankung (IBD) oder futterresponsive Enteropathie erfordern eine lebenslange Behandlung, oft mit einer strengen Diät auf Rezept und manchmal täglicher Medikation. Regelmäßige tierärztliche Überwachung ist unerlässlich. Mit angemessener Pflege genießen die meisten Katzen eine gute Lebensqualität.
Präventionsstrategien
Ernährung: Stellen Sie Futter über 7-10 Tage allmählich um. Vermeiden Sie Tischabfälle und sichern Sie Mülleimer.
Parasitenkontrolle: Verwenden Sie monatliche, tierärztlich empfohlene Parasitenprophylaxe und führen Sie jährliche Kotuntersuchungen durch.
Stressreduktion: Verwenden Sie Pheromon-Diffusoren (Feliway), bieten Sie Versteckmöglichkeiten und halten Sie Routinen ein.
Regelmäßige Tierarztbesuche: Jährliche Vorsorgeuntersuchungen (halbjährlich für Senioren) helfen, Probleme früh zu erkennen.
Besondere Überlegungen
Kätzchen: Sind zerbrechlicher, dehydrieren schneller und sind anfällig für tödliche Viren wie Panleukopenie. Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.
Seniorkatzen (10+): Anfälliger für chronische Erkrankungen wie Hyperthyreose, Nierenerkrankung und Krebs. Jeder neue Durchfall rechtfertigt einen Tierarztbesuch.
Freigänger: Haben eine höhere Exposition gegenüber Parasiten, Toxinen und Infektionskrankheiten.
Prognose und Fazit
Die Prognose für Katzendurchfall reicht von ausgezeichnet (einfache Ernährungsstörung) über beherrschbar (chronische Erkrankungen wie IBD) bis hin zu variabel (abhängig vom Ansprechen auf die Behandlung bei schweren Erkrankungen wie Krebs).
Die wichtigste Erkenntnis ist, die Ursache zu behandeln, nicht nur das Symptom. Während leichte, akute Fälle manchmal zu Hause behandelt werden können, erfordern anhaltender oder schwerer Durchfall immer eine professionelle tierärztliche Diagnose und Behandlung. Im Zweifelsfall gehen Sie auf Nummer sicher und konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Schnelle, angemessene Pflege ist der beste Weg, um das Wohlbefinden, die Gesundheit und die schnelle Genesung Ihrer Katze zu gewährleisten.
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